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Bekämpfung der Steuerflucht
Eine einheitliche Kapitalertragssteuer innerhalb der Europäischen Union sollte flächendeckend eingeführt werden. Diese sollte 35% nicht überschreiten, aber 20% auch nicht unterschreiten. Die Einnahmen bleiben bei den zu erhebenden Mitgliedsstaaten. Zugleich müssen die Freibeträge für Zinserträge erhöht werden, um der Mittelschicht einen einfacheren Vermögensaufbau gewährleisten zu können. Der gegenwärtige Freibetrag ist von 801€ auf 2500€ zu erhöhen (5000€ bei verheirateten. Zudem ist pro Kind ein zusätzlicher Freibetrag von 1500€ zu gewähren, wobei die Freibetragshöchstgrenze insgesamt bei 10.000€ anzusiedeln ist). Die Familien-Partei Deutschlands tritt für die Einführung europäischer Mindeststeuersätze ein, um den weltweiten galoppierenden Steuerwettbewerb wenigstens innerhalb der EU einzudämmen, aber dennoch in einem gesunden Maß zu ermöglichen. Vor allem kleine Staaten haben auf Grund Ihrer (Infrar-) Struktur die Möglichkeit sehr niedrige Steuersätze zu verlangen u.a. durch niedrige Staatskosten. Größere Länder hingegen habe diese Möglichkeit nicht. Um diese zu schützen muss ein Mindestunternehmenssteuersatz im Unternehmen innerhalb der europäischen Union von 15% eingeführt werden. Darüber hinaus kann der freie Steuerwettbewerb unterhalb der Mitgliedsstaaten stattfinden. Geheime Absprache zwischen Unternehmen und Staaten der Europäischen Union (Irland/Apple; Amazon/Luxemburg) müssen für illegal erklärt und Gerichten die Möglichkeit geben werden, den vermeintlich ersparten Betrag mit dem 2-fachen Wert zusätzlich zu bestrafen. Zudem ist bei international operierenden Konzernen der zu versteuernde Betrag in Relation zum Umsatz im jeweiligen Mitgliedsstaat zu setzen. Erzielt demnach ein Unternehmen 70% des Umsatzes in Frankreich und 30% in Deutschland sind die entsprechenden Steuern im jeweiligen Mitgliedsstaat in Relation zu entrichten. Große Unternehmen können nicht einerseits die bestehende Infrastruktur (Bildungsstand, Verkehr, etc.) nutzen, sich aber dem notwendigen Finanzierungsbedarf durch Steuervermeidung entziehen, indem sie ihre Gewinne in Steueroasen transferieren. Eine steuerliche (Mindest-)Gesamtbelastung im Unternehmen (Gewerbesteuer + Körperschaftssteuer) von 15% (in Deutschland gegenwärtig bei ca. 30% bei Kapitalgesellschaften) hält die Familien-Partei Deutschlands für zwingend notwendig um die innereuropäische Steuervermeidung möglichst zu unterbinden.
Einführung einer europaweit geltender Kapitalertragssteuer von 20 - 35% und einheitlicher Mindeststeuersätze für Unternehmen von mindestens 15 %.
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